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Türkei-Krise – World of Warcraft  als freie Kommunikationsplattform.

Türkei-Krise – World of Warcraft als freie Kommunikationsplattform.

Die Krise in der Türkei macht auch vor Spielern nicht halt.

Nach dem gescheiterten Putschversuch gegen den Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan werden nicht nur die staatlichen Medien der Türkei verstärkt kontrolliert, auch ist ein freier Meinungsaustausch über Kommunikationsplattformen wie Facebook, Twitter und YouTube nicht mehr sicher. Viele, insbesondere jüngere türkische Bürger nutzen mittlerweile Computerspiele um frei kommunizieren zu können ohne dabei in den Fokus der Regierung zu gelangen, so wird als Beispiel der Steam Chat oder der Battle.net Client verwendet um sich etwas Redefreiheit zu verschaffen da diese Kommunikationsmittel von den Sondereinheiten des türkischen Staates bisher nicht überwacht werden. Zwar handelt es sich bei dem Meinungsaustausch über Spieleclients nicht um eine besonders sichere Methode, jedoch ist es eine unkomplizierte und „unaufällige“.

Battle.net Client nur bedingt sicher

Chat Protokoll zu Google
Chat Protokoll zu Google

Aufgrund von fehlenden Client-seitigen Protokollen und der Verwendung der SSL Verschlüsselung sowie der Fähigkeit unerlaubte Eingriffe in die Software festzustellen, ist der Battle.net Client vorläufig geeignet um unkompliziert und kurzfristig miteinander frei Reden zu können.  Nachteil – Daten wandern dennoch (verschlüsselt) an den Suchgiganten Google ab.

Im Chat der Battle.net Software versteckt sich ein Google Code über den zurückzurechnen ist, zu welcher Uhrzeit welche Spieler miteinander kommuniziert haben, dabei werden die Inhalte des Gespräches nicht verfolgt. Bedenken gibt es zusätzlich hinsichtlich der Fähigkeit Javascript nachzuladen und damit ggf. Schadcode in den Client geschleust werden kann.

Etwas mehr Sicherheit als der Client bietet die In-Game Flüsterfunktion innerhalb von World of Warcraft, zwar werden auch diese Kanäle überwacht, Daten gelangen jedoch nur in die USA oder Großbritannien. Wer nach westlicher Sicht nur Reden möchte, sollte hier nichts zu befürchten haben.

Mehr Sicherheit – Battle.net Helper deaktivieren.

Wer mehr Sicherheit bei der Verwendung von World of Warcraft als Kommunikationsmittel haben möchte, sollte die Battle.net Helper.exe deaktivieren da diese auch die Tracking Codes steuert, die die Nutzungsstatistiken erstellen. Begebt Euch zunächst in den Battle.net Ordner mit dem höchsten Versionscode, dieser liegt in der Regel in C:\Program Files (x86)\Battle.net\(z. B. Battle.net.7730) ,benennt hier nun die Battle.net Helper.exe um. Anschließend startet den Task Manager und schließt dieses Programm, falls es noch gestartet sein sollte.

Hinweis: Mit der Deaktivierung der Helper.exe werdet Ihr nicht mehr über den Battle.net Client Chatten können und auch keine Neuigkeiten mehr erhalten, es bleibt Euch lediglich der In-game- Chat.

Protokolle Deaktivieren

Achtet darauf das der Chat nicht protokolliert wird (Standard). Startet zuerst World of Warcraft und flüstert einige Zeilen mit anderen Spielern,  begebt Euch anschließend in den Ordner /logs/ Eurer WoW Installation und sucht nach dem chatlog, sollte keiner vorhanden sein, ist das Chatprotokoll deaktiviert. Sollte der chatlog aktiv sein könnt ihr diesen aus dem Spiel heraus mit der erneuten Eingabe von /chatlog beenden.

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