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Von Zahnrädern, großen Geistern und kleinen Leibern – Die Gnome!

Von Zahnrädern, großen Geistern und kleinen Leibern – Die Gnome!

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Die Gnome

Wir alle kennen sie, diese quirligen kleinen Mechaniker die immer an den Dampfpanzern herum werkeln, diese von oben betrachtet nur laufenden Hüte welche durch die Straßen Dalarans huschen, oder die futuristisch anmutenden Soldaten mit den Taucherhelmen welche auf mechanischen Vögeln durch die Schneelandschaft Dun Moroghs reiten. Doch woher kommen sie eigentlich? Was macht sie so besonders und wie hat so ein kleines Volk bis heute überlebt…ja was haben sie sogar Großes geleistet? Sind die Kleinsten vielleicht gar die Größten in der Welt der Kriegskunst?

Historie

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Ein Mechagnom aus den Titanenhallen Ulduars

Die Gnome gehen wie viele Völker auf die titanische Schöpfung zurück. Als Titanen nach Azeroth kamen, die alten Götter einkerkerten und dem Planeten Ordnung brachten, hinterließen sie auch viele große und kleine Helfer welche ihr Werk beschützen und erhalten sollten. Da waren die Drachenschwärme, Verteidiger dieser Welt. Da gab es die Irdenen, Steinwesen deren Natur es war die Welt zu formen wie es ihre Titanenväter ihnen auftrugen…und es gab die Mechagnome. Wie die Irdenen, die Vorfahren der Zwerge, Wesen aus lebendem Stein waren, so waren die Mechagnome Wesen aus lebendem Stahl…lebende Maschinen mag man sagen. Gemeinsam mit den Irdenen erhielten sie das Werk der Titanen, arbeiteten an den seltsamen Maschinerien ihrer Schöpfer und lebten auf diese Weise viele Jahre friedlich vor sich her. Irgendwann nach dem Krieg der Ahnen jedoch, da ereilte die Mechagnome das selbe Schicksal wie es die Irdenen ereilte…der Fluch des Fleisches traf sie. Das Wie und Wo ist nicht genau bekannt doch aus den lebenden Maschinen entstanden die kleinen Wesen wie wir sie heute kennen. Wir wissen nicht viel aus der Anfangszeit der Gnome, doch erste Erwähnung finden sie überraschender Weise nicht unter den Zwergen, sondern unter den Magiern der Menschen. Im Rat von Tirisfal, der Hunderte Jahre vor der heutigen Zeit entstand, fand sich bereits ein gnomischer Magier. Ob die Menschen wirklich die ersten waren, welche die Gnome entdeckten ( oder von ihnen entdeckt wurden) ist nicht sicher zu sagen, doch dieser gnomische Magier ist der erste dokumentierte Gnom, seit ihren Vorfahren, den Mechagnomen. 

Die nächste Erwähnung der Gnome finden wir erst 170 Jahre vor Öffnung des dunklen Portals. Hier entdeckten die Zwerge zum ersten mal ihre künftigen Verbündeten im Umland Eisenschmiedes. Obgleich die Zwerge die Schmiedekunst und durchaus auch Schießpulver kannten, waren sie von den Tüftlereien und der Ingineurskunst der Gnome welche es schon zu dieser Zeit gab sehr beeindruckt. Recht schnell schlossen die beiden Völker Freundschaft und die Gnome gründeten nahe ihrer zwergischen Kollegen bald darauf die große Stadt Gnomeregan. Wie auch Eisenschmiede wurde Gnomeregan in die Berge hinein gebaut und stellte nach den Jahren ein bis heute unerreichtes Kronjuwel der gnomischen Ingenieurskunst und Architektur dar. Die Stadt erinnert an den Bauch eines riesigen Roboters, überall im Inneren finden sich große Zahnräder, dampfbetriebene Maschinerien und seltsame Konstrukte deren Sinn und Zweck man oft nur erahnen kann. Die nächsten 175 Jahre nun sollten die Gnome friedlich an Seite ihrer Zwergenfreunde leben und tüfteln, bis der zweite Krieg kam.

Nach der Zerstörung Sturmwinds zog die orcische Horde weiter nach Norden, im Sinn nicht weniger als die totale Beherrschung Azeroths, und der zweite Krieg nahm seinen Lauf. Recht schnell belagerten die Orcs Eisenschmiede (wenngleich sie niemals erobert wurde, die Zwerge konnten jedoch auch nicht heraus) und schnitten die Menschen somit von möglicher Unterstützung durch die Zwerge Eisenschmiedes ab. Ob Gnomeregan ebenso besetzt wurde, ist nicht bekannt, doch wissen wir dass die Gnome ihre Flugmaschienen, U-Boote und weitere Kräfte für die Sache der Allianz sandten, es ist also zu vermuten, dass Gnomeregan von den Orcs nicht kontrolliert werden konnte ( oder schlicht nicht entdeckt wurde). Der Krieg nahm seinen Lauf und irgendwann konnten die Orcs auch wieder aus Dun Morogh zurück gedrängt werden, dabei befreite die Armee der Allianz natürlich auch Eisenschmiede aus dem Griff der Invasoren. Schlussendlich wurde das dunkle Portal zerstört (und später wieder geöffnet doch dies ist eine andere Geschichte) und es kehrte erst einmal Frieden für das gnomische Volk ein. Doch dieser Frieden sollte nicht allzu lange anhalten…

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Die Zuflucht der Gnome in Eisenschmiede: Tüftlerstadt!

Als es zum dritten Krieg kam, hoffte die Allianz natürlich erneut auf die Unterstützung durch ihre gnomischen Verbündeten…doch diese blieb aus. Niemand wusste so Recht warum sich die Gnome zurück hielten und erst später wurde bekannt, die Gnome wurden selbst angegriffen! Eingelassen und aufgestachelt durch den Verräter Sicco Thermadrat, fielen die Troggs, degenerierte Wilde aus der Erde, in Gnomeregan ein. Die Gnome kämpften tapfer und mit allen Mitteln um ihre Heimat doch sie konnten den Troggs nicht widerstehen. Auf Anraten seines Freund und Beraters hin ( der niemand Geringeres als Sicco Thermadraht war), ließ der Hochtüftler Gelbin Mekkadrill die gesamte Stadt mit radioaktiver Strahlung fluten, hoffend diese würde die Troggs eingehen lassen. Die Strahlung und Gase kamen, doch die Einzigen die starben waren die Gnome selber. Den Troggs schien die Strahlung nicht viel an zuhaben, manche wurden sogar rasend und somit zu noch größerer Bedrohung! Den Gnomen blieb nichts Anderes übrig als zu fliehen und ihre Stadt aufzugeben …sie fanden erst bei ihren zwergischen Vettern in Eisenschmiede Zuflucht.

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Die Pforte der ersehnten Heimat: Gnomeregan!

Die nächsten Jahre waren keine Einfachen für die Gnome. Heimatlos und verlustig vieler ihrer größten Errungenschaften und Baupläne mussten sie sich mit der Situation in Eisenschmiede, dessen Umland und teils in Sturmwind organisieren. Es gab Anläufe ihre Hauptstadt zurück zu erobern doch dringendere Gefahren wie die brennende Legion oder die Geißel der Untoten forderte den klugen gnomischen Geist stets an Seite ihrer Verbündeten der Allianz. Während der Zeit in Northrend konnten gnomische Streitkräfte ihre Ursprünge erstmals für sich selbst entdecken und das Wissen erlangen, dass sie tatsächlich von Mechagnomen und somit Titanenkonstrukten abstammen, dies war den Gnomen welche sich nie viel um die Vergangenheit kümmerten, vorher nicht bekannt. Erst nach dem Sieg über den Lichkönig kam es zur großen Operation Gnomeregan! Hochtüftler Gelbin Mekkadrill sammelte seine Truppen und eroberte den Eingang Gnomeregans zurück! Dann drangen seine Leute in die Stadt ein und schlugen sich bis zu den oberen Bereichen durch, dort trafen sie jedoch auf eine Falle Sicco Thermadrats, welche sie zu einem schnellen Rückzug aus den mechanischen Hallen zwang.

Nach der Flucht in letzter Minute blieben die Gnome nicht untätig. Sie eroberten das Umland Gnomeregans und die oberen Bereiche der Stadt zurück und begannen dieses zu säubern ( es war noch immer von den Auswirkungen radioaktiver Ausflüsse stark gezeichnet).  Vor den Toren Gnomeregans wiederum entstand eine neue Heimstatt für die verbliebenen Gnome: Neu-Tüftlerstadt. Während des Krieges gegen die Horde und auch in den Jahren danach dienten die Gnome erneut in den Reihen der Allianz mit allem ihrem technischen Wissen und ihrer großen Genialität. Wie die Zukunft der kleinen Tüftler aussieht, wie es derzeit um Gnomeregan selbst steht, oder welche Herausforderungen auf die Gnome zu kommen, dass steht noch in den Binärco…ähm in den Sternen.

Das Wesen der Gnome und ihre Gesellschaft

Das gnomische Gemüt ist eines, welches in der Regel stets nach Vorn gerichtet ist. Gnome machen sich nicht so viel aus dem was einmal war und sie teilen auch nicht die zwergische Begeisterung für Archäologie. Die Gnome bemühen sich stets voran zu kommen, auf die nächste technologische Stufe oder irgendetwas zu verbessern, dass in ihren Augen Besserung benötigt. Im Allgemeinen kann man Gnome als Optimisten bezeichnen welche sich trotz der großen Schicksalsschläge niemals unterkriegen ließen. Wenig ist über die gnomische Kultur tatsächlich bekannt, doch sind sie bei weitem keine Egoisten wie ihre Rivalen, die Goblins. Gnome geben aufeinander Acht und erziehen ihre Kinder sogar teilweise als ganze Gruppe und sind von Grund auf, hilfsbereite und freundliche Gesellen. Dieser Geist des Fortschritts, spiegelt sich auch in ihrer Herrschaftstruktur. Während Zwerge oder Menschen Blutlinien achte, wählen die Gnome sich einfach einen Anführer. Derjenige, welcher in einer gewissen Zeit, die besten Erfindungen konstruierte, wird der neue Hochtüfter. Der einzige uns bekannte Hochtüfter ist Gelbin Mekkadrill, der bis heute im Amt ist.

Die Rivalität zwischen Gnomen und Goblins

Die Goblins sind das zweite Volk Azeroths, welches in Sachen Tüfteln und Maschinenbau vorreitet. Zwar haben auch die Zwerge begabte Ingenieure hervor gebracht, doch um die Krone der machinellen Schöpfung ringen Gnome und Goblins. Dass zwei Völker, welche in der selben Disziplin Herausragendes leisten, in Rivalität verfallen ist nicht verwunderlich, doch hierzu kommt, dass die Gnome und Goblins in vielen Dingen die genauen Gegensätze darstellen. Während Gnome aufeinander achten sind Goblins Opportunisten und Kapitalisten, auch in der Herangehensweise an ihr Werk unterscheiden sich die beiden Völker zutiefst. Ein Gnom überlegt erst einmal in Ruhe was er bauen möchte, welchem Zweck es dienen soll, geht Alternativen durch, kalkuliert die Risiken und Gefahren ein, stets bedacht nichts zu zerstören, dass nicht auch zerstört werden soll. Ein Goblin wiederum mag sich nicht so viel mit Planen plagen. Er baut eher drauf los, überlegt zwischendurch vielleicht noch was er verbessern kann, und kalkulieren würde der durchschnittliche Gobliningineur nur den Kosten und Nutzen Faktor. Wenn machbar, dann jagt ein Goblin sein Ziel einfach in die Luft und erfreut sich am Feuerwerk. Nehmen wir einmal folgendes Beispiel, der Auftrag ist: Entferne diesen Baum.

Gnomische Soldaten auf Patrollien durch Neu-Tüftlerstadt!
Gnomische Soldaten auf Patrollien durch Neu-Tüftlerstadt!

Der Gnom würde überlegen wie er den Baum aus der Erde bekommt ohne ihm zu schaden, wo er ihn dann hin bringt, ob es jemanden stören könnte diesen Baum zu entfernen und all Solche Sachen. Im krassesten Fall würde der Gnom vielleicht einen Teleporter konstruieren, der den Baum zwichenzeitlich in eine andere Dimension befördert, um ihn dann anderer Orts wieder einzupflanzen. Wenn bei gnomischen Konstruktionen etwas schief geht, dann passiert entweder einfach gar nichts, oder sie verursachen ein Loch im Raum-Zeit Kontinuum welches unser aller Ende sein wi….ich glaube ihr versteht worauf ich hinaus will.

Ein Goblin würde einen Schredder kommen lassen oder den Baum einfach hochjagen, wahrscheinlicher ist jedoch der Schredder denn das Holz kann man weiter verkaufen. Wenn bei einem Goblin etwas schief geht, dann fliegt es in die Luft…oder er fliegt in die Luft….oder alles um ihn herum.

Gnome und die Magie

Gnome sind Intelligent, Punkt. Die Gnome weisen wahrscheinlich den höchsten durchschnittlichen Intelligenzquotienten aller sterblichen Völker Azeroths auf, und so ist es nicht verwunderlich dass sie sich auch der arkanen Magie widmeten. Gnome tüfteln nicht nur gern, sie forschen ebenso, denn auch Forschung bedeutet Fortschritt. Unter den Kirin’Tor und den Magiern der Allianz finden sich sehr viele Gnome, von Menschen und Elfen einmal abgesehen stellen sie wahrscheinlich den größten Anteil der arkanen Magier dieser Welt, doch unter Solchen welche die Magie studieren gibt es auch immer Jene, die sich dem Nether widmen, so auch bei den Gnomen. Die gnomischen Hexenmeister jedoch, haben zumeist eine viel wissenschaftlichere und vorsichtigere Herangehensweise an diese chaotischen Kräfte, als ihre Kollegen anderer Völker. Man kann auch durchaus sagen, dass gnomische Hexenmeister, im Vergleich zu anderen Völkern, im eigenen Volk noch mit den besten Status besitzen. Während bei den Menschen die Nethernutzer argwöhnisch beäugt und nur im Militär geduldet werden, kann ein Gnom durchaus etwas offener über sein Forschungsgebiet sprechen. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Gnome keine Vorbehalte gegenüber solch einer Magieform hätten, immerhin ist der Nether chaotisch und die Gnome haben es ganz gerne sicher.

Ähnlich wie die arkane Magie wird auch das heilige Licht im gnomischen Volk betrachtet. Für die meisten Gnome ist das Licht schlicht eine Kraft, eine Energie die es genauso wie andere Energien für gute Zwecke nutzbar zu machen gilt. Über diesen Grundsatz finden sich in heutiger Zeit auch einige Lichtwirker unter den Gnomen, die meisten als Sanitäter im Militär.

Ein gefangener Lepragnom...kein schöner Anblick, oder?
Ein gefangener Lepragnom…kein schöner Anblick, oder?

Unterart: Die Lepgragnome

Durch die radioaktive Strahlung welche Gnomeregan durchdrang, mutierten viele Gnome zu verwirrten Parodien ihrer Selbst, zu Lepragnomen. Diese grünhäutigen pusteligen Wesen sind zumeist hoch aggressiv und leicht zu manipulieren. Die meisten von ihnen wurden mittlerweile getötet und es gab ebenso Erfolg versprechende Versuche der Heilung. Doch ob die verbliebenen Lepragnome rückverwandelt werden können, oder zusammen mit ihrem Anführer Thermadrat ausgelöscht werden müssen, bleibt abzuwarten.

Berühmte Personen unter den Gnomen:

Hochtüftler Gelbin Mekkadrill

Der Führer des gnomischen Volkes erlebte in seiner Amtszeit Mehr und Schrecklicheres, als vermutlich Jeder seiner Vorgänger. Unter seiner Führerschaft wurden die Gnome aus ihrer Heimat vertrieben, erstritten sich ihren Platz innerhalb der Allianz und begannen die Rückeroberung Gnomeregans. Er war es aber auch, der den schrecklichen Befehl gab die radioaktive Strahlung in die Stadt zu schicken, was bedauerlicherweise schrecklich schief ging. Gelbin traf also gewiss nicht immer die richtigen Entscheidungen, aber er führt sein Volk mit ganzem Herzen und die Gnome scheinen mit seiner Führerschaft recht zufrieden.

Der Hochtüftler höchstselbst in Neu-Tüftlerstadt.
Der Hochtüftler höchstselbst in Neu-Tüftlerstadt.

Der Verräter Sicco Thermadrat

Freund, Kollege, Verräter. All dies kann Sicco Thermadrat vom Hochtüftler genannt werden. Er wuchs gemeinsam mit Gelbin auf, sie waren gute Freunde doch wahrlich gönnen, konnte er Gelbin seinen Erfolg nicht. Er war es der die Troggs in die Stadt ließ und er gab Gelbin, der ihm zu diesem Zeitpunkt noch vertraute und nicht um den Verrat seines Freundes wusste, den Rat die Stadt mit Radioaktivität zu überziehen. Sicco Thermadrat hat viel Leid und Elend zu verantworten und All dies nahm er in Kauf, um Heute über die verseuchte Stadt Gnomeregan zu herrschen, sein Volk besteht nur mehr aus verwirrten Lepragnomen, umprogrammierten Maschinen und den brutalen Troggs.

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